AUSFLÜGE & VERANSTALTUNGEN

Schloss Branitz

„AUGUSTA VON PREUSSEN. DIE KÖNIGIN ZU GAST IN BRANITZ“

Am 25. Juli 1864 war es endlich soweit: Königin Augusta kam nach Branitz. Der Hausherr, Fürst Hermann von Pückler-Muskau, hatte lange auf diesen Besuch warten müssen, war dann aber bestens vorbereitet. Für den angemessenen Empfang und Aufenthalt wurden zwischen 1856 und 1862 sogar drei Schlossräume neu ausgestattet. Besonderen Aufwand widmete man dem Schlafkabinett.

Die Königin war von Branitz begeistert. Ihrem Mann, Wilhelm I., berichtet sie von dem Aufenthalt und schwärmt von den „genialen Ausschmückungen“ und der „sehr liebenswürdige Gastfreundschaft des alten Herrn“. Auch Fürst Pückler war zufrieden: „die Königin selbst sah ich nie froher und zufriedener, voll all ihrer eigenthümlichen Grazie, und wie um zehn Jahre verjüngt.“

Die Ausstellung präsentiert Hintergründe, Verlauf und Nachklang des königlichen Besuches 1864. Im Mittelpunkt steht dabei die interessante Persönlichkeit Augustas. Es geht um Politik, Parkanlagen und Papageien – und selbstverständlich werden die Branitzer Tafelfreuden gewürdigt. „Wir hatten das beste Diner dessen ich mich seit langem erinnern kann beim Fürsten.“ Die Ausstellung zeichnet das Bild einer ungewöhnlichen Monarchin und ihrer herausragenden Beziehung zum Fürsten Pückler.

Minna Pfüller nach Franz X. Winterthaler
Königin Augusta von Preußen, 1864
© Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Schloss Branitz
Fotografie: Gabriela Weidner
2015