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Fahrgastrechte – einheitlich und bundesweit

JETZT HAT IHR TICKET GARANTIE

Mit der Einführung des Fahrgastrechtegesetzes gelten seit 2009 einheitliche Fahrgastrechte im Eisenbahnverkehr. Sie garantieren allen Passagieren gleiche Rechte für alle Züge von der S-Bahn über Regionalzüge bis hin zum ICE. Sie greifen auch dann, wenn Sie eine Reisekette aus mehreren Zügen gebucht haben, egal ob diese von der ODEG oder einem anderen Eisenbahnunternehmen betrieben werden.

Die wesentlichen Regelungen im Überblick

  • Ab 60 Minuten Verspätung gibt es eine Entschädigung von 25 Prozent des gezahlten Fahrpreises, ab 120 Minuten Verspätung von 50 Prozent. 
  • Sie können bei der Entschädigung zwischen der Ausgabe eines Gutscheins oder dem Geldbetrag wählen. 
  • Bei einer zu erwartenden Verspätung am Zielbahnhof von mehr als 60 Minuten können Sie von Ihrer Reise zurücktreten und sich den vollen Fahrpreis, bei Nutzung einer Teilstrecke, den nicht genutzten Anteil erstatten lassen. 
  • Bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten an Ihrem Zielbahnhof können Sie einen anderen Zug nutzen. Sie müssen die ggf. zusätzlich erforderliche Fahrkarte zunächst bezahlen und können die Kosten danach geltend machen. Dies gilt nicht bei stark ermäßigten Fahrkarten (z.B. Schönes-Wochenende-Ticket, Quer-durchs-Land-Ticket, Länder-Tickets). 
  • Bei einer zu erwartenden Verspätung am Zielort von mindestens 60 Minuten bei einer planmäßigen Ankunftszeit zwischen 0 und 5 Uhr hat der Fahrgast das Recht, ein anderes Verkehrsmittel, wie Bus oder Taxi, zu benutzen. Die Kosten hierfür werden bis maximal 80 Euro ersetzt. 
  • Dies gilt auch bei Ausfall der letzten fahrplanmäßigen Verbindung des Tages, wenn der Zielbahnhof ohne die Nutzung eines anderen Verkehrsmittels nicht mehr bis um 24 Uhr erreicht werden kann. 
  • Bei der Nutzung von Zeitkarten, Länder-Tickets und Schönes-Wochenende-Tickets beträgt die Entschädigung pro Fahrt pauschal 1,50 Euro (1. Klasse: 2,25 Euro). Bei Wochen- und Monatskarten sollen die Verspätungsfälle gesammelt nach Ablauf der Geltungsdauer eingereicht werden. 
  • Entschädigungsbeträge von weniger als 4 Euro werden nicht ausgezahlt. Somit müssen Inhaber von Zeitkarten des Nahverkehrs mindestens zwei (1. Klasse) bzw. drei (2. Klasse) Verspätungen geltend machen und diese gesammelt einreichen. Für Zeitkarten werden insgesamt maximal 25% des Zeitkartenwertes entschädigt.

Es werden keine Entschädigungen geleistet bei:

  • außerhalb des Eisenbahnbetriebes liegenden unabwendbaren Umständen,
  • eigenem Verschulden des Reisenden, 
  • unabwendbarem Verhalten Dritter.

Wege zur Entschädigung

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Möglichkeit 1: Direkte Entschädigung

Sie haben im Zug die Bestätigung der Verspätung auf dem Fahrgastrechte-Formular erhalten. Bitte beachten Sie hierbei, dass das Servicepersonal im Zug ausschließlich Verspätungen des eigenen Zuges ab 60 Minuten auf dem Fahrgastrechte-Formular bestätigen kann. Tragen Sie bitte die Daten Ihrer Verspätung in das Fahrgastrechte-Formular ein und bestätigen diese mit Ihrer Unterschrift. Wenn Sie das ausgefüllte Formular mit der Bestätigung Ihrer Verspätung und Ihre Originalfahrkarte (ausgenommen Zeitfahrkarten) in einem DB Reisezentrum oder einer DB Agentur abgeben, erhalten Sie sofort Ihre Entschädigung als Gutschein oder Geldbetrag.

Möglichkeit 2: Antrag einsenden

Sie haben keine Bestätigung Ihrer Verspätung auf einem Fahrgastrechte-Formular erhalten oder möchten nur eine Kopie Ihrer Fahrkarte abgeben oder sind Inhaber einer Zeitfahrkarte (z.B. Streckenzeitkarte, Mobility BahnCard 100, Schönes-Wochenende-Ticket oder Länder-Ticket) oder möchten die Erstattung entstandener Kosten aufgrund einer Verspätung (z.B. Bus, Taxi, Hotel) beantragen?

In diesen Fällen erhalten Sie Ihre Entschädigung durch das Servicecenter Fahrgastrechte, welches mit der Bearbeitung von Verspätungsfällen beauftragt ist. Bitte senden Sie zusammen mit dem vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Fahrgastrechte-Formular die Originalfahrkarte oder Fahrkarten-/Zeitkartenkopie sowie die Originalbelege sonstiger entstandener Kosten an das Servicecenter.

Sollten Sie auf diesem Wege keine zufriedenstellende Antwort bekommen, können Sie sich an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr e.V. (söp) wenden. Weitere Informationen zur Schlichtungsstelle finden Sie unter www.soep-online.de oder Fasanenstraße 81 - 10623 Berlin


Sonderregelung in der Lausitz

Ihre Zufriedenheit ist uns wichtig! Daher haben wir die gesetzliche Fahrgastrechte-Regelung in der Lausitz erweitert: Sollten Sie mit mehr als 15 Minuten Verspätung* an Ihrem Zielbahnhof ankommen, und wir sind mit unseren Linien in der Lausitz (OE46, OE60V, OE64, OE65) der Verursacher, erhalten Sie eine Thalia-Geschenkkarte im Wert von 10 Euro.

Die Geschenkkarte ist in allen Thalia-Buchhandlungen oder im Internet unter www.thalia.de für das gesamte Produktsortiment einlösbar.

*Bitte beachten Sie, dass höhere Gewalt und rechtzeitig angekündigte Fahrplanänderungen nicht berücksichtigt werden können.

So einfach funktioniert es:

Im Verspätungsfall stellen unsere Servicemitarbeiter an Bord einen Verspätungsbeleg aus. Diesen Originalbeleg und Ihren Fahrschein der betreffenden Fahrt (auch in Kopie möglich) schicken Sie bitte innerhalb der Frist von drei Monaten zusammen mit Ihrem Namen und Ihrer Anschrift per Post an unseren Kundendialog.

Der ODEG-Kundendialog prüft Ihre Angaben und schickt Ihnen bei berechtigtem Anspruch die Geschenkkarte per Post zu.

Kontakt:
ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH
Kundendialog
Möllendorffstraße 49
10367 Berlin

E-Mail: info(at)odeg.de

Oder melden Sie sich bei unserem Servicetelefon: 030/5 14 88 88 88