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Berlin, 12.02.2016
Pressemitteilung 01/2016

EINLADUNG ZUM PRESSETERMIN

Mittwoch, den 17. Februar 2016, von 11.00 bis 12.00 Uhr, Hygienecenter Salon „Franziska“, Jebensstraße, Bahnhofsmission Zoologischer Garten

Die ODEG - Ostdeutsche Eisenbahn GmbH und die Bahnhofsmission Zoologischer Garten, die zur Berliner Stadtmission gehört, wollen im Rahmen ihrer Partnerschaft den Salon „Franziska“ im Hygienecenter heute näher vorstellen. Die ODEG unterstützt den Salon im Hygienecenter monatlich mit einer Spende. „Kontinuierlich unterstützen wir die Bahnhofsmission Zoo. Neben unserer Arbeit als Eisenbahnverkehrsunternehmen helfen wir mit anderen Partnern beim Projekt ‚Salon Franziska‘, um den Gästen etwas von ihrer Würde wiederzugeben“, sagt Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer und Sprecher der ODEG.

Anwesende Personen:

  • Claudia Haubrich (Stellvertretende Leiterin der Evangelischen Bahnhofsmission Zoo)
  • Franziska Dinter (Friseurin)
  • Dieter Puhl (Leiter der Evangelischen Bahnhofsmission Zoo)
  • Ortrud Wohlwend (Leitung Stabstelle Kommunikation/Öffentlichkeitsreferentin der Berliner Stadtmission)
  • Arnulf Schuchmann (Geschäftsführer und Sprecher der ODEG)

Berlins Hygienecenter Bahnhofsmission Zoologischer Garten
Heute geöffnet! Liebevolle Worte, ein guter Haarschnitt und Hilfe, wie geht’s weiter?!

Für den Bau des ersten, im Dezember 2015 eröffneten, Hygienecenters in Deutschland hat die
Deutsche Bahn AG 300.000 Euro investiert. Seitdem wird es von wohnungslosen Menschen intensiv genutzt und dabei von verschiedenen Partnern und der Senatsverwaltung unterstützt. Trotzdem werden dringend weitere Partnerschaften gebraucht, um den Betrieb am Laufen zu halten! In den Räumen können sich Bedürftige duschen, ihre Sachen waschen, aufwärmen, aber insbesondere für ein zwischenmenschliches Gespräch oder für eine Beratung zur Wiedereingliederung ist hier wichtige Zeit vorgesehen.

Claudia Haubrich leitet das Hygienecenter und hat alle Hände voll zu tun, die Gäste adäquat im Bereich der Gesundheitsfürsorge und der weitergehenden Hilfe zu betreuen. „In Berlin leben schätzungsweise 5.000 bis 6.000 wohnungslose Menschen. Das geht ganz schnell, dass ein Mensch aus dem System rausfällt. Das kann der ehemalige Arbeitskollege, der Ex-Nachbar oder sogar der eigene Bruder sein. Unser Hygienecenter ist ein Ort, der nicht nur der Reinigung und Körperpflege dient. Wenn wir z. B. einem Gast beim Duschen helfen, weil er sehr schwach auf den Beinen ist und sehen, er hat schlimme offene Wunden, können wir eine professionelle medizinische Versorgung einleiten. Dieser Ort hier ist der ‘Eisbrecher‘ für das Einlassen auf therapeutische Angebote und unsere christliche Mission“, so Claudia Haubrich.

Friseur-Seelsorge und ein Schutzengel schenken Kraft

Eine der guten Seelen des Hygienecenters ist auch Friseurin Franziska Dinter, 63 Jahre, die ehrenamtlich jede Woche die Menschen in Sachen Haar- und Bartpflege versorgt. Franziska Dinter bezeichnet ihre Arbeit als: „Friseur-Seelsorge“. Sie schneidet nicht nur professionell, sie hat auch ein offenes Ohr und ein großes Herz für die Sorgen und Nöte derjenigen Menschen, die auf Berlins Straßen leben. „Durch das harte Leben auf der Straße geht die Menschenwürde verloren. Die meisten haben gar kein Interesse mehr an Haaren und Kleidung. Die Leute sind ganz unten. Sie brauchen nicht nur Haar- und Bartpflege, sie brauchen Zuwendung und Menschlichkeit. Einfach zuhören und Nähe geben. Das tut ihnen gut, da sie in der Öffentlichkeit abgelehnt werden. Wir sind zugewandt und haben keine Berührungsängste. Ekel oder Distanz sind mit meinen christlichen Werten nicht zu vereinen. Zum Abschied überreiche ich kleine Schutzengel, die ich segne. Das gibt symbolisch Halt und etwas Mut, wenn es wieder raus auf die Straße geht.“

Fundsachen der ODEG werden regelmäßig gespendet

Neben der monatlichen Spende übergibt die ODEG immer wieder Fundsachen als Sachspende. Anstatt die Fundsachen nach der Aufbewahrungsfrist von 6 Monaten zu vernichten, gehen die Sachen an die Bahnhofsmission Zoo, die diese gut gebrauchen kann. Ob Ruck- oder Schlafsäcke, Zelte und warme Kleidung, Gehhilfen oder Hygieneartikel, alles wird dankend angenommen und von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bahnhofsmission an ihre Gäste verteilt. Bei der jährlichen Fundsachenversteigerung der ODEG werden vergessene Koffer mit Inhalt, elektronische Geräte oder Fahrräder versteigert. Der Erlös geht ebenfalls 1:1 an die Bahnhofmission.

Überzeugen Sie sich selbst, wie im Hygienecenter gearbeitet und geholfen wird. Sprechen Sie selbst mit Franziska Dinter und Gästen an diesem Tag. Wir laden Sie ausdrücklich zu diesem besonderen Besuch ein!

Wir bitten Sie, Ihre Teilnahme kurz zu bestätigen!

Bitteunter den Telefonnummern 030 690 33 413 oder 030 81 40 77 165 oder schreiben Sie kurz eine E-Mail an wohlwend(at)berliner-stadtmission.de oder dietmute.graf(at)odeg.de. Vielen Dank!

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Für Rückfragen stehen Ihnen:

Arnulf Schuchmann (Geschäftsführer und Sprecher der ODEG) unter 030 / 81 40 77 101,
Ortrud Wohlwend
(Leitung Stabstelle Kommunikation/Öffentlichkeitsreferentin der Berliner Stadtmission)
unter 030 / 690 33 413
Dietmute Graf (Leiterin Marketing und Kommunikation) unter 030 / 81 40 77 165
oder unter presse(at)odeg.de gern zur Verfügung.